Archiv für März 2009

Sexismus, Homophobie und Rassismus die Plattform entziehen!

Am Freitag den 27.03.09 soll in Aschaffenburg der, unter anderem, durch sehr starken Sexismus auffalende Rapper „Frauenarzt“ auftreten,
die Linksjugend Aschaffenburg-Miltenberg sandte uns diese Pressemeldung zu:

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Stellungnahme

Am Wochenende wurde von uns eine Stellungnahme, als Antwort auf den Artikel im „Boten vom Untermain“ verfasst, und diese an die Zeitung gesendet. Darin gehen wir unter anderem auf unsere genauen Vorstellungen eines autonomen Jugendzentrums ein.

Diese kann nun auch hier nachgelesen werden:

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Autonome Grillparty in Miltenberg

Vergangenen Samstag fand in Miltenberg eine spontane Grillparty statt. Zirka 25 bis 30 großteils junge Leute kamen gegen 14 Uhr am Marktplatz zusammen und feierten dort in ausgelassener Stimmung. Dazu wurde am (im Winter abgedeckten) Brunnen ein Transparent angebracht, auf dem zu lesen war: „Unsere Straßen, unsere Plätze – Wir sind gekommen um zu bleiben“, dies war auch das Motto des Zusammentreffens.
Die Aktion sollte offensichtlich auf die schwierige Lage der Jugendlichen, die auf der Suche nach einem neuen Jugendraum sind aufmerksam machen.

Mit Musik, Tonnen-Feuer und Grillzeug besetzten die Jugendlich den Marktplatz, um den Brunnen herum. Dort nahm die Grillparty ihren Lauf und wurde von den vorbeikommenden Passanten/innen fast ausschließlich positiv aufgekommen. Viele dieser Menschen wurden in Gespräche verwickelt.

Nach gut einer halben Stunde lies sich dann das erste Mal eine Polizeistreife blicken, zog jedoch sofort wieder ab, die Anwesenden konnten unbeirrt ihre bunte Aktion weiterführen. Nach einer weiteren viertel Stunde waren sie mit Verstärkung zurück, in Seitenstraßen wurde offenbar ein größeres Aufgebot bereitgestellt, doch auch diesmal tat die Polizei nichts außer von ein paar, willkürlich ausgesuchten Personen, die Personalien aufzunehmen. Der vor dem Brunnen geparkte Polizeibus wurde in der Zwischenzeit mit Luftballons geschmückt und die Polizei zog sich nach ein paar Verhandlungen zurück, die Kundgebung konnte weitergehen. Es wurden mit der Aktion sichtlich viele Menschen erreicht, so das sogar einige Spenden gesammelt werden konnten.

Ganz ohne Zwischenfälle ging es dann leider doch nicht. Nach Ende der Aktion setzten sich die jungen Leute an den Engelsplatz, wo sie den Tag ausklingen lassen wollten, dort kam es dann zu einer grundlosen Festname, eines Jugendlichen, weil er mit zwei weiteren Personen einem im Schritttempo vorbei schleichendem Polizeifahrzeug hinterher gelaufen war. In der Fußgängerzone eskortierten die drei Jugendlichen den Streifenwagen als dieser plötzlich aus unersichtlichen Gründen eine Vollbremsung machte, so dass der Jugendliche, der sich unmittelbar hinter dem Fahrzeug befand damit zusammenstieß (dies war durch den Fahrer eindeutig provoziert worden). Daraufhin sprangen die Ordnungshüter sofort aus dem Wagen und nahmen den Jugendlichen fest. Die Beamten reagierten überhaupt nicht auf die Fragen von Umstehenden und nannten keine Gründe für diese Festnahme. Als Reaktion darauf gingen sofort alle noch Anwesenden zur Polizeiwache, um dort auf seine Freilassung zu warten. Als sie dort forderten, das der Festgenommene freigelassen werden soll erschienen drei Polizisten am Eingang, wobei einer der Beamten die Anwesenden mit einer Pfefferspray Flasche bedrohte, die er auch auf mehrmaliges bitten (auch von einem Kollegen) nicht wegsteckte. Nach kurzen Diskussionen befand sich der Festgenommene wieder auf freiem Fuß. Ihm drohen nun drei Anzeigen unter anderem Sachbeschädigung weil er mit dem Wagen kollidiert ist.
Im Anschluss dazu entschlossen sich die Teilnehmer der Aktion zu einer Spontandemo als Reaktion auf die Festnahme. Diese führte von der Polizeiwache zum Bahnhof, und verlief ohne Zwischenfälle. Als eine Streife die Sponti entdeckte war sie bereits dabei sich aufzulösen, spätere Versuche eine Sponti zu starten scheiterten dann leider.

Im großen Ganzen war es jedenfalls eine sehr gelungene Aktion!
Und das war sicher nicht die Letzte,
für ein Autonomes Jugendzentrum in Miltenberg!

In der darauffolgenden Nacht wurde offenbar ein leerstehendes Haus zum Schein besetzt und mit Transparenten verschönert. Personen befinden sich allerdings nicht im Gebäude, genaues ist unklar, die Transparente wurden offensichtlich inzwischen entfernt.

Ein weiterer lesenswerter Bericht zu dem Thema ist auf Kommunal.blogsport.de erschienen.




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