Sexismus, Homophobie und Rassismus die Plattform entziehen!

Am Freitag den 27.03.09 soll in Aschaffenburg der, unter anderem, durch sehr starken Sexismus auffalende Rapper „Frauenarzt“ auftreten,
die Linksjugend Aschaffenburg-Miltenberg sandte uns diese Pressemeldung zu:

„Pornorapper #1“ in Aschaffenburg – natürlich nur zum Spaß!
Am 27.03.2009 werden „Frauenarzt“ und „Manny Marc“ in Aschaffenburg, im Club V3 auftreten.
Sie werden dort zwar nur als „Atzen“-DJs auflegen, jedoch sind sie in der Vergangenheit vor allem dadurch aufgefallen dass sie Songs veröffentlichten in denen vor allem Frauen und Homosexuelle auf`s übelste und unterirdischste diskriminiert und herabgesetzt werden. Nicht nur deswegen sind die Texte in Deutschland größtenteils auf dem Index sondern auch weil sie eindeutig rassistisch und fremdenfeindlich sind!
Frauen werden in den Stücken dieser Rapper, gerne als Prostituierte bezeichnet, an denen Mann sich nach Belieben sexuell ausleben und vergehen kann (vgl. „Komm Nutte laber nicht und leg dich auf mein Bett“1).
Frauen haben, laut Songtexten, als einzigen Lebensinhalt ihre Geschlechtsteile zu zeigen und natürlich auch „zum Gebrauch“ der Männerwelt zu überlassen (vgl. „…Ficken! Mach‘ Dich nackig, zeig‘, was Du hast! Zeig‘ mir Deine Titten! …“ 2).
„Frauenarzt“ beschreibt in seinen lyrischen Ergüssen Frauen als Ware, die keinen eigenen Willen besitzen (vgl. „Eine Frau ist ein Gegenstand und das teilt man gerne“3). Sollte er trotzdem mal auf Widerstand treffen, nennt er Gewalt als legitimes Mittel (vgl. „… Wir fickten sie kaputt…“4).
„Frauenarzt“ selbst bezeichnet sich als Pornorapper und behauptet es wäre klar, dass er nur Spaß macht.

Die Linksjugend [`solid] Aschaffenburg/Miltenberg fordert, dass diesem und allen anderen Sexisten sofort die öffentliche Plattform entzogen wird.
Wir fordern, dass sich niemand mehr mit derart sexistischen und niveaulosen Parolen konfrontiert sehen muss.
Weiter fordern wir, diese Diskriminierung nicht als „Spaß“ oder gar „künstlerische Freiheit“ anzuerkennen sondern sie zu ächten!
Die Linksjugend [`solid] Aschaffenburg/Miltenberg fordert alle AschaffenburgerInnen und Nicht-AschaffenburgerInnen zum Boykott des Auftritts der Sexisten „Frauenarzt“ und „Manny Marc“ auf!
Diskriminierung auf Grund des Geschlechts bzw. der Sexualität oder Nationalität ist immer noch präsent – nicht nur im „Pornorap“- auch im Alltag!
Wehrt euch gegen Homophobie, Fremdenhass, Rassismus und Frauenfeindlichkeit!

1 – Frauenarzt: „Lass dich gehen“
2 – Frauenarzt: „1, 2, 3, Oberkörper frei!“
3 – Frauenarzt: „Teilen macht Spaß“
4 – Frauenarzt: „Lied von 3 Nutten“


2 Antworten auf “Sexismus, Homophobie und Rassismus die Plattform entziehen!”


  1. 1 mb 27. März 2009 um 9:47 Uhr

    NACHTRAG ZUM THEMA JUGENDTREFF

    Neu Info heute auf kommunal:

    „Eine halbe Stelle für einen Jugendpfleger hat die Stadt Miltenberg in ihrem neuen Haushalt eingeplant. Damit reagiert sie auf Forderungen nach einen Jugendtreff, die autonome Jugendliche zum Teil mit Eierwürfen gegen das Rathaus bekräftigt hatten.“ So berichtet heute der Bote vom Untermain. Und weiter: „Schon jetzt betonte aber Bürgermeister Joachim Bieber (CSU), dass sich der Jugendpfleger nur um die örtliche Jugend kümmern solle. `Nicht unser Auftrag ist die Sorge um Jugendliche, die aus der gesamten Region nach Miltenberg kommen.´ Wie der Pfleger die einen von den anderen unterscheiden solle, sagte Bieber allerdings nicht.“ Das hat der Bote Recht. Darüber hinaus können Jugendliche aber nicht nur nicht sauber in Gute (Miltenberger) und Schlechte (Auswärtige) getrennt werden, es ist auch gar nicht sinnvoll und erst recht nicht zumutbar, hier eine Trennung vorzunehmen. Darauf wurde auf kommunal schon hingewiesen. Und es wurde auch recherchiert, dass der Herr Bürgermeister diese Argumente seit Jahrzehnten kennt. Starrsinn? Realitätsverlust? Oder nur Hilflosigkeit angesichts einer Jugend, die er nicht überreden kann, seinem Musikverein beizutreten? Wir wissen es nicht.

    Ansonsten ergeht man sich in Miltenberg weiter in den bekannten Argumentationen: „Einem Jugendzentrum in Eigenregie wie in den vergangenen Jahren erteilten die Politiker eine Absage. `Es ist leider nicht möglich, den Jugendlichen die Räume zu überlassen. Es ist zu viel Schaden entstanden´, sagte Elisabeth Büchler (CSU). Cornelius Faust (Liberale Miltenberger) legte noch eins drauf: `Die Probleme, die eine bestimmte Gruppe Jugendlicher der Stadt bereiten, macht den Einsatz professioneller Sozialarbeiter erforderlich.´“ Jaja, man hat es schon schwer mit der heutigen Jugend …

    Nebenbei: Eine halbe Stelle wird kaum ausreichend sein. Der Jugendtreff bliebe dann weiterhin auf jugendliches Aufsichtspersonal bzw. Verantwortung der Besucher/innen angewiesen. Und das will man doch eigentlich verhindern.

    Weitere Infos: siehe Sonderseite JUI

  2. 2 jo 05. April 2009 um 21:35 Uhr

    was habt ihr gegen frauenarzt?
    da ging mega party maaaan:D

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