Flyerverteilaktion in Miltenberg

Vergangenen Montag fand eine spontane Aktion einiger Jugendlicher statt, die sich im Umfeld der autonomen Gruppe bewegen. Dabei wurden Flyer mit unserer Internetadresse sowie Utopia-Zeitungen (jugendzeitung.net) in der Miltenberger Einkaufstraße verteilt. Als die Flyer zur neige gingen, zog mensch mit einem Transparent vom Rathaus zum Schnatterloch. Dort angekommen, bewegten sich die junge Leute weiter Richtung Minigolfanlage, wo 2 Silvesterböller gezündet wurden. Nach ein paar Minuten waren auch schon die Herren und Damen in Grün mit 8 Beamten vor Ort und nahmen die alternativen Jugendlichen auseinander. So wurden 2 der Aktivisten mit Blaulicht verfolgt, während die anderen durchsucht wurden. „Sichergestellt“ wurden 3 weitere Böller, eine kleine Spraydose, die Flyer (Die übrigens mit Impressum ausgestattet und daher „legal“ waren), Flyerentwürfe, Ausgaben der „Utopia“ und einige Antifa-Aufkleber, die angeblich zum Verfassungsschutz weitergeleitet werden um ihren Inhalt prüfen zu lassen.
Dies ist nur eine von vielen Schikane-Möglichkeiten die der Miltenberger Polizei zur Verfügung stehen und von denen sie scheinbar sehr gerne gebrauch machen…

Zum Glück gibt es immer noch Jugendliche die sich den Mund nicht verbieten lassen und den Kampf für ein autonomes Jugendzentrum vorantreiben!


2 Antworten auf “Flyerverteilaktion in Miltenberg”


  1. 1 Miltenberger 23. Juni 2009 um 18:16 Uhr

    An für sich ist ein Jugendzentrum ja eine gute Idee, doch solltet Ihr auch mal bedenken, wie die JUI das letzte mal geendet hat (siehe Artikel im Boten v. Untermain). Ich würde jede Wette halten, dass das genauso ausgehen würde.

    Des Weiteren habe ich euren „Flyer“ gelesen und muss sagen, dass dieser einfach nur peinlich ist. Ein „Impressum“ in dem jemand aus Buchen(?) als Verantwortlicher ausgewiesen ist? Anarchie-A? Das macht bei den Verantwortlichen sicher einen guten Eindruck.

    Die „Schikane“ der Polizei kann ich sehr gut nachvollziehen. Böller haben, wie es im Übrigen auch im Gesetz festgeschrieben ist, außerhalb der Silvesterzeit in den Händen Unbefugter nichts verloren.

    Und wenn ihr es wirklich so genau nehmt: Habt ihr denn den Herrn Polizist gefragt, ob ihr sein Bild im Internet veröffentlichen dürft? Das ist eine Verletzung von Urheberrechten.

    Gute Idee, aber peinlich umgesetzt.

    Viele Grüße von einem JUI-Gründungsmitglied.

  2. 2 Staatsfeind 25. Juni 2009 um 23:53 Uhr

    Das Problem der JUI bestand einzig und allein daran, dass das Leiterteam nicht funktionierte. In einem AZ gäbe es keine direkten Leiter mehr, die nicht von den Besuchern des Jugendzentrums gewählt würden (d.h. es gäbe regelmäßige Vollversammlungen für Interessierte, in denen aktuelle Dinge besprochen werden und worüber abgestimmt wird). Die Jugendlichen sahen in der JUI leider keinen Ort, den man mit Respekt behandelt und sauber hält, da die Räumlichkeiten nun bereits sehr alt waren. Hätten diese allerdings mehr Mitspracherechte, so hätte das mit Sicherheit zur Folge, dass sie selbst darum bemüht sind, ihre Umgebung, in der sie sich mit Freunden treffen und wohlfühlen, sauber zu halten. Daher bin ich auch überzeugt davon, dass das Prinzip eines Autonomen Jugendzentrums deutlich besser funktionieren würde als das der JUI.
    Der Flyer soll auch nicht direkt auf den Wunsch nach dem neuen Jugendzentrum hinweisen, sondern dient lediglich als Werbung für unsere Internetseite. Und woher der Träger des Impressums kommt, tut ja nun wirklich nicht zur Sache, Hauptsache, die Person ist volljährig und mit dem Inhalt des Flugblattes einverstanden. Und wer sollen die Verantwortlichen sein? Nach unseren Definitionen sind das wir.
    In dem Artikel soll besonders zum Ausdruck gebracht werden, dass der große Polizeieinsatz mit 8 Mann, schusssicherer Weste und zwei Bussen einfach völlig übersteigert war, was auch der Polizeichef selbst mehr oder weniger zugab. So ein Theater wegen 2 Böllern?! Also bitte, als hätten die nichts besseres zu tun … >

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