No Border No Nation – Stop Deportation!

Am 5. September wird in Würzburg die von uns mitorganisierte Demonstration gegen die Würzburger „Gemeinschaftsunterkunft“ stattfinden.
Zu dieser wollen wir hiermit noch einmal Aufrufen!

Beteiligt euch am Antikapitalistischen Block!
Für eine Welt ohne Flüchtlingslager,
eine Welt ohne Abschiebung,
eine Welt ohne Grenzen,
für die Freiheit!

http://noborders.blogsport.de

Der gesamte Aufruf:

Demonstration in Würzburg,
Samstag, 05. September 2009
12 Uhr am Hauptbahnhof in Würzburg

Die Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg, …

Seit ein paar Jahren gibt es für Flüchtlinge eine Gemeinschaftsunterkunft, abgetrennt von der Außenwelt, Gefangenen auf dem Gelände einer ehemalige Kaserne in Würzburg! Nicht nur das diese Lebensweise eine Zumutung ist, auch mit gesundheitlichen und physischen Problemen haben die Flüchtlinge zu rechnen. Ein Leben in Lagern bedeutet ein Leben hinter Zäunen, abseits von Städten oder an den Stadtrand gedrängt. Ein Leben auf engstem Raum, ohne Privatsphäre, ohne Selbstbestimmung. Flüchtlinge müssen Jahre in solchen Lagern verbringen, dürfen nicht arbeiten und müssen jederzeit damit rechnen, abgeschoben zu werden. Sie sind aufgrund von rassistischen Sondergesetzen, wie der Residenzpflicht, in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, was bedeutet, dass sie die jeweilige Stadt oder den Landkreis nicht ohne Genehmigung verlassen dürfen. Tun sie es doch, gilt dies als Straftat und kann somit als Abschiebungsgrund dienen. Rassistische Gesetze und Institutionen dienen dazu, Flüchtlinge systematisch auszugrenzen, sie psychisch unter Druck zu setzen, sie zu kontrollieren und einzuschränken. Sie werden gedrängt, wieder in ihre Herkunftsländer zurückzukehren oder in die Illegalität abzutauchen. Hauptsache sie tauchen in keiner Statistik mehr auf. Gemeinschaftsunterkünfte wie die in Würzburg sind ein offensichtliches Kennzeichen der äußerst rassistischen Migrationspolitik in Deutschland. Menschen, deren einziges “Vergehen” es war, sich unerlaubt auf “deutschem Boden” aufgehalten zu haben, werden eingesperrt, bis ihre Abschiebung vollzogen werden kann.

..und die kapitalistische Gesellschaft..

Der alltägliche Rassismus macht andersdenkenden und „nicht-deutsch“ aussehenden Menschen das Leben zur Hölle. Rassistische Vorurteile sind fest in der Mitte der Gesellschaft verankert. Die offen rassistische Positionen, das Denken in “Volk” und “Nation”, das Einteilen in “Dazugehörige” und “Nicht-Dazugehörige” sind weitgehend Konsens in der Bevölkerung. Den rassistischen Konsens in Deutschland zu bekämpfen, heißt dementsprechend nicht nur, gegen Residenzpflicht, Abschiebungen und Internierungslager Widerstand oder anderen gesetzlich legitimierten Repressalien zu leisten sondern gleichzeitig ist es auch unser Ziel, alle Herrschaftsverhältnisse und damit die gesellschaftlichen Ideologien zu überwinden.
Bei der Analyse aller Unterdrückungsverhältnisse ist es wichtig festzustellen, dass Herrschaftsverhältnisse grundsätzlich miteinander verknüpft, wechselseitig verwoben und in gleichem Maße problematisch sind. So bleibt die kapitalistische Vergesellschaftung mit ihren Mechanismen und Auswirkungen nicht auf die Sphäre der Ökonomie beschränkt, sondern strahlt in alle Lebensbereiche über.In kapitalistischen Gesellschaften kommt dem Staat die Aufgabe zu, die Interessen des Kapital auf einen gemeinsamen hohen Nenner zu bringen. Sein Zweck ist, die Bedingungen zur Anhäufung und Verwertung von Kapital zu verbessern. Dazu gehört zum Beispiel der Schutz des Privateigentums, das Bereitstellen von Bildung, um qualifizierte Arbeitskräfte hervorzubringen oder an den Grenzen Menschen nach ihrer Nützlichkeit auszusieben. Im kapitalistischen Wirtschaftssystem wird zwischen nützlichen und unnützlichen Menschen unterschieden. Wer nichts nutzt, ist nichts wert und so quasi überflüssig.
Die kapitalistische Produktion richtet sich an keinem vernünftigen Zweck aus, nämlich ein gutes Leben für alle zu ermöglichen. Hier muss ansetzen, wer erkennen will, warum noch immer massenweise Menschen trotz des gigantischen globalen Reichtums an Hunger oder unzureichender medizinischer

Versorgung sterben. Es ist nicht der Verdienst einzelner „bösartiger“ KapitalistInnen, die sich besonders gierig und unsozial verhalten, sondern der normale Gang des Kapitalismus.
… Es muss um mehr gehen!

Mit der Demonstration am 05.09.2009 wollen wir die Gemeinschaftsunterkunft angreifen als Symbol für die Zustände und die Normalität, die unzähligen Menschen das Leben alltäglich zur Hölle macht. Es gilt, Widerstand zu organisieren. Wir wollen kein System, das auf Ausbeutung und Unterdrückung basiert, in dem sich niemand frei entfalten und selbstbestimmt leben kann. Wir wollen eine befreite Gesellschaft. Wir wollen eine Welt fernab von Kapitalismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie, Nationalismus, rassistischen Übergriffen und Abschiebungen , eine Welt in der jeder das Recht hat, dort zu leben wo sie/er will, eine Welt, in der jeder ein schönes Leben führen kann, eine Welt, in der die Produktionsmittel in den Händen aller sind und für die Bedürfnisse der Menschen produziert wird.

Kommt zur Demo am 05.09.2009 nach Würzburg und beteiligt euch am antikapitalistischen Block

Gemeinschaftsunterkunft Würzburg schließen!
Kapitalismus abschaffen!
No border! No nation! Stop deportation!





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