Archiv für September 2009

FAU in Aschaffenburg

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Bei der FAU (Freie Arbeiter/innen Union) handelt es sich um eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft, die sich klar „von den sozialpartnerschaftlichen, zentralistischen und hierarchischen Funktionärsapparaten der herrschenden Gewerkschaften“ (Zitat der FAU-AB im Selbstverständniss) abgrenzt und die Interessen der Arbeiter in allen Lebensbereichen durchzusetzen versucht (Mittel hierzu: Wilde Streiks, direkte Aktionen, etc.), mit dem langfristigen Ziel eine selbstverwaltete Gesellschaft ohne Bosse und Lohnsklaverei zu schaffen. Die FAU besteht daher auch nicht aus „hierarchischen Funktionärsapparaten“ in denen Funktionäre die im Grunde wieder nur ihre eigenen Interessen Vertreten und somit den Arbeitgebern in die Hände spielen von oben das sagen haben, sondern aus eigenständigen Basis-Ortsgruppen. Die von unten steuern und sich für ihre Sache einsetzen.

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Wahltag!

NPD in Aschaffenburg? NEIN DANKE!

Ein Infostand auf dem die NPD ihre Rassistische Hetze hätte verbreiten können konnte gestern, durch die Bloße Anwesenheit von zahlreichen Antifaschisten verhindert werden.

Über die Ereignisse informierte Subradical mit 2 Artikeln:

Nr. 1: „Für Interkulturelle Wochen geworben – NPD zieht sich zurück“

Auszug:
„Heute in Aschaffenburg: Mit einem bunten und rhythmischen Infostand wird für die Interkulturellen Wochen geworben; die NPD, die am gleichen Platz einen Infostand abhalten wollte und diesen untersagt bekam, baut offensichtlich auch an anderen Stellen in der Stadt keinen Infostand mehr auf.“

Nr 2: „NPD lügt sich die Tatsachen zurecht“

Auszug:
„Wir hatten vermutet, dass die NPD von „Bütteln des Systems“ und „rotfaschistischer Antifa“ schreiben und steif und fest die Behauptung verbreiten wird, die Stadt Aschaffenburg hätte ihr keinen geeigneten Platz für einen Infostand angeboten. Aber es kam viel besser. In der heute schon im Internet publizierten Erklärung zum ausgefallenen Infostand schreibt die NPD von „`Antifa´ mit Schaum vorm Mund“, „drogenverseuchte, infantile Klientel“, „`Antifanten´ mit ihren schwammigen Milchgesichtern“ und so weiter.“

Jahrmarktromantik

Vom 28.08. bis zum 6.09. fand in Miltenberg die alljährliche Michaelismesse statt. Jahr für Jahr wird sie als DAS Großereignis des Umkreises angepriesen. Mit überteuerten Fahrbetrieben und Bier lockt sie tausende Besucher an und bietet zusätzlich wie jeder andere Jahrmarkt auch Essens- und weitere Verkaufsstände. Traditionell sind solche Veranstaltungen auch Magnet für Menschen rechtsextremer Gesinnung.

So kam es beispielsweise vor dem Weinzelt zu einem Übergriff durch bekannte Nazi-Schläger auf einige Punker. Während der Auseinandersetzung zog eine der Nasen einen Teleskopschlagstock, welcher glücklicherweise doch nicht benutzt wurde, da Securitykräfte eintrafen. Die Nazis zogen sich ins Zelt zurück, während die sich sammelnde antifaschistische Jugendliche vom Sicherheitspersonal zurückgedrängt wurden. Als der Neonazi später von Polizisten durchsucht wurde, konnte der Schlagstock nicht gefunden werden. Durch hohen Alkoholkonsum aufgeputscht versuchte der Faschist später noch einmal die Jugendlichen anzugreifen. Er wurde allerdings von Ordnungshütern aufgegriffen, was ihn nicht daran hinderte, „zum Abschied“ den Hitlergruß zu zeigen.
Abgesehen von diesem Vorfall kam es die ganze Zeit über zu regelmäßigen Pöbeleien durch „stolze Deutsche“, die auch keine Probleme damit hatten, ihrer Meinung in Form von T-Shirt-Sprüchen wie „Nationalisten Deutschland“ offen kundzutun. Solche Aufschriften mit rechtsextremem Hintergrund prägten das tägliche Bild der Messe. Scheinbar hatte weder der brave Messebesucher von nebenan noch Sicherheitsbedienstete Probleme damit. Anders sah es aus, wenn mensch optisch dem linken Spektrum zugeordnet wurde. So wurde einem Jugendlichen der Eintritt ins Bierzelt verwehrt, da das Sicherheitspersonal (Zitat:) „keine linken Bazillen“ dort sehen wollte. Nachdem der betroffene Jugendliche sich dann doch noch über einen Seiteneingang Zutritt verschaffte und von denselben Sicherheitskräften im Zelt angetroffen wurde, warfen sie ihn wieder hinaus. Dann fand eine verbale Auseinandersetzung statt, bei der sich diese selbst als „Nazis“ bezeichneten, woraufhin die Situation eskalierte und der Jugendliche zu Boden geschlagen wurde. Dabei verletzte er sich das Knie und die Nase, wurde festgenommen und erhielt ein Messeverbot. Zu allem Überfluss hat er nun noch Anzeigen wegen Beamtenbeleidigung und Körperverletzung am Hals.
Das Sicherheitspersonal betreffend war dies nur ein Vorfall von vielen, so war beispielsweise am Montag, den 31., war im ,,Bote vom Untermain“ von einem anderen Vorfall zu lesen. Ein Jugendlicher, der auf einem Tisch tanzte, wurde von Securitykräften aus dem Festzelt geprügelt und gegen einen Container geschleudert, wobei er so stark verletzt wurde, dass er im Krankenhaus stationär behandelt werden musste.

Ein Fazit ersparen wir uns mal und verweisen Stattdessen auf einen sehr lesenswerten „Offenen Brief“ der auf Subradical veröffentlicht wurde, welchen wir auch unterzeichnen würden ;-) .

400 auf Demonstration in Würzburg!

No border no nation - Stop deportation!

Ca. 400 Leute demonstrierten am 05.09. in Würzburg gegen die Abschottung der Außengrenzen Europas, rassistische Asylpolitik und die Unterbringung von Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften sowie gegen die kapitalistische Verwertungslogik.

AAU Bericht:

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