Archiv der Kategorie 'Regional'

Bloger

Der von uns immer sehr geschätzte Blog Subradical hat seinen Dienst eingestellt. Auch wir schaffen es zur Zeit aus diversen (zeitlichen) Gründen leider nicht regelmäßig auf unserem Blog zu schreiben, obwohl es sehr viele wichtige Themen gibt zu denen dies eigentlich gemacht werden müsste, aber keine Angst, wir werden nicht einschlafen!

Aber an dieser Stelle möchten wir mal auf einen neuen Blog aus der Region aufmerksam machen: blu.blogsport.de „Bunt, Laut, Unerwünscht.“

Der/die Bloger/in hat sich das Ziel gesetzt, den Blog zu nutzen um über Politik, Musik, Straßenkunst und ähnliches zu berichten und schreibt im Selbstverständniss dazu:
„Ein persönlicher Rundschlag also. Ein Versuch dem Wahnsinn und der Langeweile zu entfliehen.“

Bislang wurden zwei sehr lesenswerte Texte veröffentlicht, einer über einen Farbanschlag auf den örtlichen Pelzhändler, der sich dann weitergehend mit dem Thema Pelz und dem Leid der Tiere die dafür Sterben befasst.
Im zweiten Text geht es um Selbstgemachte Aufkleber um die Stadt zu verschönen, aber lest selbst!

JuZ – Grillen für ein Zentrum

Vergangenen Samstag gab es erneut eine Aktion der Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum in Miltenberg. In einer spontanen Demonstration ging es in die Innenstadt wo dann vegan Gegrillt wurde und der Abblauf in einem freien Zentrum veranschaulicht wurde, um wieder für die Selbstverwaltung zu werben. Einen Ausführlichen bericht gibt es bereits auf Subradical.

Die JuZ selbst hat in der Zwischenzeit eine Pressemitteilung veröffentlicht, welche auf ihrer neuen Seite nachzulesen ist.

1. Mai 2010 in Miltenberg und Aschaffenburg

Dieses Mal gab es zum ersten Mai auch in der Region hier berichtenswerte Veranstaltungen.

Transparent der FAU-Aschaffenburg

Vermutlich zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg gab es in Miltenberg eine politische Maifeier. Diese wurde von etwa 40-50 GenossInnnen besucht und war damit größer als von den VeranstalterInnen erwartet. Der Soziologe Reiner Roth trat als Redner auf und setzte sich mit dem Thema Kapitalismus und Krise auseinander. Hierbei ging er schonungslos darauf ein, dass die Krise in der wir uns befinden eben nicht, wie in der Politik und den Medien immer behauptet wird auf die Gier von ein paar Spekulanten zurückzuführen ist. Vielmehr ist diese das zwangsläufiges Resultat eines Wirtschaftssystems und solange der Kapitalismus existiert wird sich diese immer wiederholen. Dagegen werden auch keine Reformen helfen, sondern nur ein Systemwechsel hin zu einer Gesellschaft die nicht auf Verwertungslogik basiert effektiv weitere Krisen verhindern kann. In diesem Zusammenhang ging er auch auf die Geschichte der kapitalistischen Krisen und die Reaktionen der Politik und Medien auf diese Krisen ein, die immer genau gleich aussahen und auch den Reaktionen auf die jetzige Krise entsprechen. Im Anschluss an seinen Vortrag stellte er sich in einer Diskusionsrunde den Fragen der Anwesenden.


Die Veranstaltung bestand nicht ausschließlich aus trockener Theorie. Zwei regionale Liedermacher sorgten mit ihrer Musik für gute Stimmung unter den Gästen. Die „JuZ“ konnte zudem ihre Vorstellungen eines selbstverwalteten Zentrums verbreiten. Und die FAU Aschaffenburg rief in ihrem Grußwort zur Beteiligung am sozialrevolutionären Block auf der DGB Demo am 1. Mai auf.

Am ersten Mai selbst, auf der jährlichen Demonstration des DGB, in der sonst nur DGB-Gewerkschaftler, Attac (die interessanterweise ihr Transparent mit dem sie Abzug aus Afganistan forderten in Schwarz-Rot-Gelb gestalteten), Stalinisten der MLPD und die Linkspartei mitliefen und deren Kritik auch dementsprechend verkürzt war, beteiligten sich dieses Jahr dann erstmalig um die 20-25 Menschen mit eigenen Fahnen und zwei Transparenten am sozialrevolutionären Block zu dem wir gemeinsam mit der FAU-AB aufgerufen hatten. Dies brachte Veranstalter der DGB-Demonstration wie auch die anwesende Polizei zunächst einmal aus dem Konzept. Zunächst einmal wurde der FAU ersteinmal verboten ihr Transparent, das an Holzlatten befestigt war so zu tragen, also wurden die Holzlatten daraufhin entfernt. Kurze Zeit später sorgte ein Polizist für Erheiterung, als er sich nach dem Chef der Gruppe erkundigte, offensichtlich fällt es solchen Menschen schwer sich Organisationen/Gruppen ohne Hirachien vorzustellen. Jedenfalls wurde den Anarchisten dann mitgeteilt, dass Transparente nur frontal getragen werden dürfen und der Block nur hinter der Demonstration aus rund 100-200 Menschen mittlaufen darf, das lies mensch nicht auf sich beruhen und der Block setzte sich dann doch vor das Fronttransparent des DGB und nutzte Seitentransparente, nach wenigen Metern tauchte dann der Versamlungsleiter mitsammt Polizei auf. Nun wurde dem Block doch erlaubt Seitentransparente zu tragen, wurde aber gebeten sich doch hinter dem Fronttransparent einzureihen. Im weiteren Verlauf gab es dann keine besonderen Vorkomnisse mehr. Eine FAU-Sprecherin verlas über Megafon einen Redebeitrag wärend der Demo, und an viele Außenstehende konnten Flyer verteilt werden, die von den Passanten großteils recht interessiert entgegengenommen wurden. Somit war die Demo, dafür dass dieses Jahr zum ersten Mal versucht wurde, den ersten Mai auch in Aschaffenburg für eigene Inhalte zu nutzen ein voller Erfolg. Daran werden wir nächstes Jahr sicher anknüpfen.

Bilder von Kommunal.blogsport.de übernommen, wo es ebenfalls einen sehr lesenswerten Bericht unter dem Titel „Kapitalismuskritik, Demonstration und autonome Randale“ gibt.

Pressemitteilung zur Berichterstattung der Polizei.

Wer am Sonntag die „Prima-Sonntag“ im Briefkasten hatte, Montagmorgen den „Boten vom Untermain“ aufschlug oder wer sich einfach nur am Wochenende die Presseberichte der Miltenberger Polizei ansah, konnte schnell zu dem Eindruck kommen, dass es in Miltenberg zu richtigen „Mai-Krawallen“ durch Autonome kam, vergleichbar mit Hamburg oder Berlin.
Diese Krawalle äußerten sich offenbar dadurch, das eine Gruppe von „Punkern“ am Bahnhof saß, bis sie einen Platzverweis bekam, sich später ein betrunkener Besucher einer „Musikveranstaltung“ mit den Outlaws (Motorad Club) prügelte und dabei verletzt wurde und zudem ein weiterer, ebenfalls betrunkener Jugendlicher angefahren wurde, weil er unachtsam die Straße überquerte.
Jetzt fragt sich nur was die „Autonome Gruppe Miltenberg“ und der 1. Mai damit zu tun haben sollen? Der Polizeibericht versucht offenbar das Ganze so darzustellen, dass diese „Autonome Gruppe“ alles, mit Hinblick auf den ersten Mai organisiert hätte. Wirkt irgendwie unglaubwürdig und lächerlich, nicht wahr?
Schon weil wir als „Autonome Gruppe Miltenberg“ zu einer ganz anderen (einer politischen) Veranstaltung mobilisierten.
Aber offenbar nicht unglaubwürdig genug, dass die Zeitungen dies unkommentiert übernehmen und auch einige Leser nun anfangen über die Autonomen die nur Krawalle wollen zu schimpfen.

Aus diesem Grund haben wir eine Pressemitteilung verfasst, welche auch hier nachgelesen werden kann:

(mehr…)

Heraus zum revolutionären 1. Mai

Der erste Mai steht vor der Tür, der traditionelle Kampftag der Arbeiterklasse. Da gibt es viel zu tun:

Zunächst mal gibt es am Vorabend in Miltenberg im Café-Farbe ein Maifest mit Musik, Essen, Trinken und Redebeiträgen. Hierbei ist die „Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum in Miltenberg“ (mil-z.de.vu) Mitveranstalter und mit einem Infostand vertreten.
Mehr informationen zum Maifest gibt´s auf kommunal.blogsport.de

Am ersten Mai selbst ist dann einiges geboten: Zum Einen findet in Schweinfurt ein großer Naziaufmarsch statt, von dem sogar befürchtet wird, dass es der größte an diesem Tag in Deutschland werden könnte. Diese Vereinnahmung des 1. Mai durch die Nazis können wir nicht einfach zu lassen! Deswegen auf die Straße, überlast den Nazis nicht einfach unsere Straßen!
Infos auf dem Blog: 01mai2010.blogsport.de/

Wer lieber hier in der Region Aktzente setzen will, für den/die gibt´s auch was. In Aschaffenburg findet jährlich eine vom DGB organisierte Demonstration statt. Für diese rufen wir in diesem Jahr, zusammen mit der FAU-Aschaffenburg zu einem anarchistischen Block auf! Also auf die Straße am ersten Mai, gegen Kapitalismus, schlechte Arbeitsverhältnisse, Hartz 4, Polizei, Staat und alles was uns sonst nicht frei leben lässt, kämpfen wir Gemeinsam für die Freiheit!

Zum Aufruf der FAU-Aschaffenburg, den wir unterstützen: http://fauab.blogsport.de/2010/04/29/rund-um-den-1-mai/

Edelweißpiraten-Festival in Wertheim

Hiermit wollen wir euch nochmal das am kommenden Samstag in Wertheim stattfindende „Edelweißpiraten-Festival“ ans Herz legen, welches von uns mitorganisiert wird. Dort kann mensch nicht nur der guten Musik lauschen und das ein oder andere Tanzbein schwingen. Nein, darüber hinaus gibt es vegetarisches/veganes Essen, Info- und Merchstände, sowie die Soli-Tombola (!!) mit lecker Preisen. Der komplette Erlös des Abends kommt wichtigen Initiativen, wie z.B. der Rote Hilfe Würzburg, zugute.

Deswegen: Kommt Zahlreich!

Solidarität ist eine Waffe!

Solidarität kann mensch auch Tanzen!

Beginn: 18.00 Uhr – Einlass: 17.30 Uhr – Eintritt: 10,00 Euro

Weitere Infos und das LineUp gibt´s auf dem Blog: edelweiss.blogsport.de

Aktion für Zentrum / Angriff auf die Pressefreiheit durch Polizei

Für Autonome Zentren!

Wie wir schon berichteten wurde von der Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum an die Stadt die Forderung gestellt innerhalb eines Monats endlich etwas zu unternehmen, um sichtbare Ergebnisse vorzuweisen. Dieser Monat ist um und immer noch immer wurde nichts unternommen. Aus diesem Grund kam es von den Jugendlichen erneut zu einer spontanen und kreativen Aktion, um die Forderungen zu untermauern und das Problem zu veranschaulichen: Mit einem selbst gebastelten Jugendraum aus Pappkartons und guter Musik wurde auf dem Platz, vor dem miltenberger Rathaus die Eröffnungsfeier nachgestellt, wobei auch die Presse eingeladen wurde. Leider wurde der eingeladene Pressevertreter direkt nach eintreffen der Polizei von eben dieser weggeschickt. Dies sehen wir als eindeutigen Angriff auf die Pressefreiheit!

Auch Subradical berichtete darüber: klick!
Im Anschluss noch der vollständige Bericht, der Jugendinitiative für ein unabhängiges Zentrum (mil-z.de.vu): (mehr…)

Selbstverwaltetes Zentrum für Miltenberg?!

Eine lange Zeit gab es hier keine Neuigkeiten mehr zu diesem Thema und in der Zwischenzeit ist so einiges passiert. Zwei Teilnehmer der Grillparty vom 28.03.09 mit der für einen neuen Raum demonstriert wurde wurden verurteilt, weil sie vermummt gewesen und damit gegen das Versammlungsgesetz verstoßen haben sollen. Dann gab es mal wieder einen Zeitungsartikel, der die Suche thematisierte. Leider schafften wir es beides mal aus zeitlichen Gründen nicht, hier dazu Stellung zu nehmen. Deswegen wollen wir mal wieder auf einen von uns sehr geschätzten Blog aus Aschaffenburg verweisen, auf Subradikal erschien beides mal jeweils ein sehr lesenswerter Artikel dazu („Verurteilt wegen nichts“ und „Jugendtreff Miltenberg: Überwachte Freizeitgestaltung & Frustration“).
Aber keine Sorge, das Projekt ein selbstverwaltetes Zentrum in Miltenberg zu schaffen ist nicht eingeschlafen und wurde nicht aufgegeben und nun gibt es auch endlich wieder neues, zu vermelden. Die Jugendinitiative für ein selbstverwaltetes Zentrum ist nun endlich auch unter einer eigenen Adresse zu erreichen: mil-z.de.vu (Die Seite ist noch unfertig).

Von ihr wurde bereits Kontakt mit der Presse aufgenommen, was ihr einen großen Zeitungsartikel einbrachte (nachzulesen hier), in dem sich der amtierende Bürgermeister Bieber erneut selbst durch seine Äußerungen unmöglich machte, auf die Frage ob er bereit wäre mit einer Sprecherin der Initiative zu reden sagte er: „Die soll zurück nach Klingenberg, wo sie herstammt!“ damit widersprach er sich auch noch selbst. Vor einigen Wochen hatte er in der Zeitung noch verkündet, dass es der Stadt um ein Jugendzentrum für den Landkreis ginge, im Gegensatz zu früheren Äußerungen, in denen es noch hieß dass ein Zentrum in Miltenberg nur für Miltenberger sei. Und nun behauptet er wieder ein Raum in Miltenberg könne nur für Miltenberger sein und würde sich nur mit miltenberger Vertretern der Initiative zu einem Gespräch bereit erklären. Diese sieht das verständlicherweise nicht ein und sagte, dass sie jederzeit zu Gesprächen bereit ist, allerdings mit Vertretern die sie selbst bestimmen. Die Argumentation dass ein solches Zentrum nur für miltenberger Jugendliche da sein könne, gab es seit den Anfangszeiten der JUI schon mehrfach und wurde auch regelmäßig widerlegt,
In dem Zeitungsartikel forderte die Initiative außerdem noch, innerhalb eines Monats wenigstens eine Übergangslösung bereitzustellen, da sie sonst wieder ihren Zielen Nachdruck verleihen müsse.

In diesem Sinne:
Freiräume für Alle schaffen und Verteidigen!

Nazi-Angriff auf jugendlichen Anarchisten, vor dessen Haustür.

Es folgt die Schilderung eines glücklicherweise glimpflich verlaufenen Angriffs auf einen antifaschistischen Jugendlichen.

Am 10.11.09 gegen ca. 23 Uhr klingelte es bei besagtem Jugendlichen an der Türe. Die 3 Personen an der Tür gaben sich als seine Freunde aus. Als er die Tür öffnete ging einer der „Besucher“ auf den Jugendlichen los. Da der Angreifer scheinbar schwer angetrunken war, konnten seine Angriffe aber glücklicherweise abgewehrt werden.
Der Angegriffene legte sich daraufhin schlafen um gegen 2:00 erneut von einem Läuten an der Türe geweckt zu werden. Diesmal war er zwar vorbereitet und bewaffnete sich für alle Fälle mit einem Schlagstock. Aber wider bessere Vernunft öffnete er dennoch die Tür und traf vor dem Haus 4 Personen, 2 von ihnen vermummt. Eine der Personen griff den Jugendlich sofort mit einem Messer an, was dieser glücklicherweise gerade noch durch einen Schlag mit dem Stock auf dessen Oberarm abwehren konnte.
Daraufhin lies der Angreifer das Messer fallen, schrie noch einige Beleidigungen („Scheiß Zecke“) und flüchtete dann mit seinen Begleitern.

Da er am vorangegangenen Tag mit einer uns bekannten Neo-Nazi-Dame am Bahnhof eine verbale Auseinandersetzung hatte, gehen wir davon aus, das es sich bei dem nächtlichen Angriff um eine Art Racheakt bzw. einen Einschüchterungsversuch von rechter Seite handelt. Zudem ist der Angegriffene sich ziemlich sicher unter den Angreifern den Freund der besagten jungen Frau wiedererkannt zu haben.

Auch wenn dieser Angriff offensichtlich nur die unorganisierte Aktion einiger Betrunkener Nasen war, sollte eins klar sein: Diese Nazis sind gefährlicher als manche/r wahrhaben will.

Solche Angriffe auf anders denkende dürfen auf keinen Fall zur Gewohnheit werden!
Antifaschistischer Selbstschutz muss Organisiert werden!
Siempre Antifa!

p.s. Wir entschuldigen uns, dass diese Meldung so spät erst veröffentlicht wurde, hat leider nicht früher geklappt.

FAU in Aschaffenburg

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Bei der FAU (Freie Arbeiter/innen Union) handelt es sich um eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft, die sich klar „von den sozialpartnerschaftlichen, zentralistischen und hierarchischen Funktionärsapparaten der herrschenden Gewerkschaften“ (Zitat der FAU-AB im Selbstverständniss) abgrenzt und die Interessen der Arbeiter in allen Lebensbereichen durchzusetzen versucht (Mittel hierzu: Wilde Streiks, direkte Aktionen, etc.), mit dem langfristigen Ziel eine selbstverwaltete Gesellschaft ohne Bosse und Lohnsklaverei zu schaffen. Die FAU besteht daher auch nicht aus „hierarchischen Funktionärsapparaten“ in denen Funktionäre die im Grunde wieder nur ihre eigenen Interessen Vertreten und somit den Arbeitgebern in die Hände spielen von oben das sagen haben, sondern aus eigenständigen Basis-Ortsgruppen. Die von unten steuern und sich für ihre Sache einsetzen.

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