Archiv der Kategorie 'Überregional'

Castor!

In wenigen Tagen rollt wieder ein Castor-Transport in Richtung Gorleben. Gerade erst vor wenigen Tagen beschloss die Bundesregierung, wie schon lange abzusehen war, die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke.

Dass es genügend Gründe gegen Atomkraft gibt, jedes einzelne Kraftwerk ein unkalkulierbares Risiko darstellt und dass die Endlagerfrage keineswegs gelöst ist wird oft genug belegt und wiederholt. Ein immer größer werdender Teil, der hier lebenden Menschen sieht das sogar inzwischen ein.
Dennoch wird aus politischen und vor allem wirtschaftlichen Interessen weiterhin daran festgehalten, dass wir Atomkraft brauchen würden, zum Klimaschutz, um nicht vom Ausland abhängig zu werden. Als „Brückentechnologie“ bis regenerative Energien uns versorgen können und so weiter. Doch in Wirklichkeit sind diese Argumente Lügen, bestenfalls Unwissenheit.
Atomkraft ist weder Sauber noch CO2-neutral, beim Uranabbau werden Unmengen von CO2 erzeugt, zudem werden ganze Landstriche verseucht, Arbeiter, die großteils zudem einfach im Unwissen über die Gefahren gelassen werden, verstrahlt. Ganz zu schweigen von dem radioaktiven Müll aus den Kraftwerken, der irgendwo sicher gelagert werden muss, für Millionen (!) von Jahren.
Zudem sieht es in der Realität so aus, das gerade die Atomkraft die Weiterentwicklung der regenerativen Stromerzeugung stark behindert!

Aus diesen Gründen wird der Castor auch dieses Jahr nicht widerstandslos rollen. Im Gegenteil der Widerstand gegen den Transport droht stärker den je zu werden!
Auch hier in der Gegend schläft er nicht, so gab es am Castor Aktionstag, am 23.10. auch in Aschaffenburg, neben einer Demonstration der „Friedenstrommler“ eine Aktion, bei der ein „Castor“ in Form eines Theaterstücks durch die Fußgängerzone geprügelt wurde, gegen den Widerstand von „Blockierern“. Bei dieser Gelegenheit sollte die Aschaffenburg Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden, dass es sich keineswegs nur um ein Problem, das „die da oben“ im Wendland haben, sondern das der Castor wahrscheinlich sehr wohl auch in unmittelbarer Nähe vorbeifährt. Schon mehrfach fuhr er durch Mainaschaff, dies ist auch in diesem Jahr nicht unwahrscheinlich (theoretisch wäre es sogar möglich, dass er hier durch Miltenberg rollt)! Zudem wurde für eine Infoveranstaltung geworben.

Von Seiten der Polizei wurde wieder auf Kriminalisierung gesetzt, was zum Castortransport ja in der ganzen Bundesrepublik zu beobachten ist. So wurde den Aktivisten die Aktion erstmal verboten, mit der Begründung, sie sei nicht angemeldet. Nur in unmittelbarer Nähe eines angemeldeten Infostands zum selben Thema wurde die Aktion zugelassen, aber von zahlreichen (und teils bekannten, teils sehr auffälligen) Zivicops beschattet, dennoch kann die Aktion als voller Erfolg gewertet werten, in Verbindung mit dem Infostand konnten offensichtlich viele Menschen erreicht werden.
Bericht auf Indymedia

Bei der erwähnten Infoveranstaltung am 28.10. in Aschaffenburg zum Castortransport zeigte die Polizei, was ihre wirkliche Funktion ist, nämlich alles was nicht ins Bild passt zu überwachen und zu kriminalisieren. Hier wurde aber ein schöner Weg gefunden damit umzugehen:
Bericht auf Indymedia

Nächstes Wochenende rollt der Castor! Also heraus, auf die Straßen, auf die Schienen! Schottert im Wendland, setzt euch in Berg! Vielleicht noch zu beachten, der Castor rollt womöglich auch fast an der eigenen Haustür vorbei, nämlich in Mainaschaff!

Nicht nur den den Müll stoppen, auch das dazugehörige System in Frage stellen!

Gegen Atomkraft und Kapitalismus!
Für eine herrschaftsfreie und unverstrahlte Zukunft!

Hausbesetzung in Geringswalde

Die Miltenberger Jugend ist nicht die einzige, die mit reichlich Problemen (u.a. die bisher erfolglose Suche nach einem Jugendraum) zu kämpfen hat. Aktuell findet in Gerigswalde, einer Kleinstadt mit 5000 EinwohnerInnen in Sachsen, eine Hausbesetzung statt. Auch dort wurden bestehende Räumlichkeiten von der Stadt geschlossen. Seitdem kämpfen dort – wie hier – die Jugendlichen für neue Räume. Nun haben sie sich dazu entschlossen das Schicksal endlich selbst in die Hände zu nehmen und haben sich ihre Räume einfach genommen in dem sie ein leerstehendes Haus besetzten. Zur Zeit wird mit den BesitzerInnen des Hauses noch verhandelt, aber offenbar scheint eine längerfristige Duldung der Besetzung möglich.
Eventuell sollte sich jetzt auch die Jugendinitiative in Miltenberg überlegen, ob es nicht an der Zeit für einen Strategiewechsel wäre. Denn von sich aus wird die Stadt Miltenberg wohl nicht von ihrer Ignoranz der bestehenden Probleme abweichen.

Weitere Informationen und den aktuellen Stand gibt es auf dem Blog der BesetzerInnen in Gerigswalde:
http://squatgw.blogsport.de/

An dieser Stelle sprechen wir den BesetzerInnen dort noch unsere Solidarität aus. Wir wünschen ihnen dass auch weiterhin alles gut verläuft.

Update:

Inzwischen ist das Haus in Geringswalde geräumt, aber die Verhandlungen dort gehen weiter. --> „Squad Geringswalde Geräumt“

Auch in Miltenberg hat sich endlich was getan. Die Stadt hat sich für ein Gebäude entschieden, welches als neuer Jugendraum genutzt werden soll schrieb der „Bote vom Untermain“. Dazu wird die „Jugendinitiative für ein selbstverwaltetes Zentrum in Miltenberg“ in Kürze eine Pressemeldung veröffentlichen welche dann auf mil-z.de.vu nachzulesen sein wird.

Wahltag!

400 auf Demonstration in Würzburg!

No border no nation - Stop deportation!

Ca. 400 Leute demonstrierten am 05.09. in Würzburg gegen die Abschottung der Außengrenzen Europas, rassistische Asylpolitik und die Unterbringung von Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften sowie gegen die kapitalistische Verwertungslogik.

AAU Bericht:

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No Border No Nation – Stop Deportation!

Am 5. September wird in Würzburg die von uns mitorganisierte Demonstration gegen die Würzburger „Gemeinschaftsunterkunft“ stattfinden.
Zu dieser wollen wir hiermit noch einmal Aufrufen!

Beteiligt euch am Antikapitalistischen Block!
Für eine Welt ohne Flüchtlingslager,
eine Welt ohne Abschiebung,
eine Welt ohne Grenzen,
für die Freiheit!

http://noborders.blogsport.de

Der gesamte Aufruf:
(mehr…)

Besetztes Haus in Erfurt Geräumt!

Heute wurde in den frühen Morgenstunden das seit 8 Jahren besetzte Haus in Erfurt geräumt!

Die Polizei, die mit mehreren Hundertschaften, Helikoptern und Wasserwerfern im Einsatz war, begann gegen 6 Uhr damit das Haus zu Räumen.

weitere Infos gibt es hier: http://linksunten.indymedia.org/de/node/4825

Die Internetseite der Kampagne „Hände weg vom besetzten haus Erfurt!“: http://haendeweg.blogsport.de/

Auf Youtube wurden zwei Videos der Räumung Veröffentlicht:
Teil 1:

Teil 2:

Wir möchten an dieser Stelle unsere Solidarität zu den Besetzern und den Betroffenen der Repression ausdrücken.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: