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Naziangriff in Miltenberg

Am Freitag Nachmittag dem 31. genossen einige (ca. 10) Jugendliche aus dem alternativen Spektrum das tolle Wetter und badeten im Main. Daraufhin kamen 2 weitere Menschen hinzu, der eine bekannt als Neo-Nazi, der andere bezeichnete sich als Aussteiger aus der rechten Szene. Der Neo-Nazi wurde von einigen der Jugendlichen aufgefordert den Platz sofort zu verlassen, wogegen er sich sträubte. Kurz darauf erschien ein weiterer Nazi, bewaffnet mit einem ca. 25 cm langen Filetiermesser. Er ging damit auch sofort auf einen der Anwesenden los. Der Angegriffene reagierte sofort indem er dem Angreifer den Inhalt seiner Pfefferspraydose ins Gesicht sprühte. Daraufhin warf dieser das Messer und verfehlte damit nur knapp einen jungen Punker. Jetzt wollten mehrere der Jugendlichen zwischen die Kämpfenden gehen. Zu diesem Zeitpunkt trafen noch mehr Rechtsradikale ein, welche auf die Helfenden losgingen. Mehrere Personen wurden von Glasflaschen, Faustschlägen und Tritten getroffen, die vom ersten Angreifer ausgingen. Zu diesem Zeitpunkt waren ca. 8 Rechtsradikale anwesend. Die Polizisten, die daraufhin eintrafen, sah scheinbar auch keinen Grund zum Handeln und kümmerten sich mehr um Scherben und Abfall als um die kämpfenden Jugendlichen. Als sie die Situation ansatzweise begriffen hatten, gingen sie auf die Anwesenden (inklusive der Angegriffenen) mit Pfefferspray und Knüppeln los. Es wurde scheinbar keiner der Nazis festgehalten. Es kam aber angeblich etwas später zu einer Auseinandersetzung zwischen einem der Rechtsradikalen und der Polizei, wobei ein Polizist anscheinend verletzt wurde, so dass ein Krankenwagen anrücken musste. Näheres ist allerdings nicht bekannt.

Zu den Hintergründen lässt sich sagen, dass es sich nicht um einen organisierten rechten Angriff mit dem Ziel, linke Strukturen zu zerschlagen handelte, sondern offenbar um einen Angriff aus persönlichen Motiven. Der uns bereits als Neo-Nazi bekannte Angreifer sieht in einem der Angegriffenen angeblich die Schuld für eine Gefängnisstrafe, die er absolvieren müsse.

Bildung statt Banken!

Pressemitteilung zum Bildungsstreik, Aschaffenburg am 19.6.09
geschrieben von Aktivisten der autonomen Gruppe

Am Freitag, den 19.6.09, fand am Karl-Theodor-v.-Dalberg Gymnasiuum zwischen 11 und 13 Uhr ein spontaner Bildungsstreik mit anfangs bis zu 50 Schülern statt.
Die Schüler versammelten sich um ca. 11 Uhr mit Flugblättern und zwei Transparenten vor dem Haupteingang des Gymnasiums. Die Transparente wurden neben dem Eingang befestigt. Kurz darauf trat der Direktor der Schule, Herr Dr. Bauer, heraus und wies die Streikenden auf die Pflicht des Unterrichtsbesuchs hin, worauf sich einige der Schüler vom Streik entfernten. Allerdings schien er die Aktion der Schüler nicht allzu negativ zu bewerten, da er die weiteren Streikenden in Ruhe ließ und sich zurück zog. Daraufhin formierte sich eine Spontandemonstration die begann, durch die Schule zu ziehen. Die Streikenden wurden auf Grund ihrer lautstarken Parolen noch etwa fünf Minuten wieder herausgeschickt und ernteten auf ihrem Weg über den Pausenhof äußert großen Zuspruch (in Form von Zurufen und Jubel) der dort angrenzenden Klassen, die ihren Unterricht normal durchführten. Die Schüler verblieben bis etwa 12 Uhr vor der Schule. Danach bildeten ca. 20 Streikende eine weitere Demonstration durch die Stadt, welche von der Schule aus über die Platanenalle, Herstallstraße und über den Freihofsplatz zog. Die Teilnehmer, die zwischen 13 und 19 Jahren alt waren, kehrten gegen 13 Uhr zur Schule zurück und lösten dort die Versammlung auf. Im allgemeinen schienen die Passanten positiv zu dem Beitrag des Aschaffenburger Gymnasiums zur bundesweiten Bildungsstreikwoche eingestellt zu sein…

Flyerverteilaktion in Miltenberg

Vergangenen Montag fand eine spontane Aktion einiger Jugendlicher statt, die sich im Umfeld der autonomen Gruppe bewegen. Dabei wurden Flyer mit unserer Internetadresse sowie Utopia-Zeitungen (jugendzeitung.net) in der Miltenberger Einkaufstraße verteilt. Als die Flyer zur neige gingen, zog mensch mit einem Transparent vom Rathaus zum Schnatterloch. Dort angekommen, bewegten sich die junge Leute weiter Richtung Minigolfanlage, wo 2 Silvesterböller gezündet wurden. Nach ein paar Minuten waren auch schon die Herren und Damen in Grün mit 8 Beamten vor Ort und nahmen die alternativen Jugendlichen auseinander. So wurden 2 der Aktivisten mit Blaulicht verfolgt, während die anderen durchsucht wurden. „Sichergestellt“ wurden 3 weitere Böller, eine kleine Spraydose, die Flyer (Die übrigens mit Impressum ausgestattet und daher „legal“ waren), Flyerentwürfe, Ausgaben der „Utopia“ und einige Antifa-Aufkleber, die angeblich zum Verfassungsschutz weitergeleitet werden um ihren Inhalt prüfen zu lassen.
Dies ist nur eine von vielen Schikane-Möglichkeiten die der Miltenberger Polizei zur Verfügung stehen und von denen sie scheinbar sehr gerne gebrauch machen…

Zum Glück gibt es immer noch Jugendliche die sich den Mund nicht verbieten lassen und den Kampf für ein autonomes Jugendzentrum vorantreiben!

Sun, Sea and Autonomie!

Miltenberg geht Baden!
(Bild von Kommunal)

Wie bereits im letzten Artikel erwähnt, laufen die Aktionen der Jugendlichen weiter, so fand am 21.5. spontan eine kleine bunte Aktion von Jugendlichen statt, die am 23.5 „Größer, nackter und lauter“ wiederholt wurde.
Zu beiden Aktionen zogen Jugendliche (waren es beim ersten „Versuch“ noch unter 10 so kamen beim zweiten schon über 15 TeilnehmerInnen zusammen) in Badeklamotten und mit Transparenten „bewaffnet“ spontan und lautstark durch die Miltenberger Einkaufsstraße.
Auf den Transpies waren Sprüche zu lesen wie: „Miltenberg geht Baden! Sonnen für ein Autonomes Zentrum!“ oder kurz und knapp „Sun, Sea and Autonomie!“ und auch bei den gerufenen Parolen erkannte mensch das kreative Potential der Miltenberg Jugendlichen. Zu hören waren Sprüche wie: „Selbstverwaltung, dass ist klar! Sonne ist für alle da!“ oder „Wir sind nackt, ihr seid schockiert! Die Jugend braucht ein Zentrum habt ihr das nicht kapiert?!“.

Im Verlauf der 2. Aktion wurde der Brunnen des Miltenberger Rathauses mit Schaumbad zum überlaufen gebracht, was wohl symbolisch für die „schaumschlägerei“ der Miltenberger Stadtverwaltung steht und vorallem (auch spielenden Kindern) viel freude bereitete. Die daraufhin anrückende Polizei, schoss Fotos von den Aktivisten und versuchte von möglichst vielen der sich verteilenden Jugendlichen die Personalien aufzunehmen, was ihnen allerdings wohl nicht so gut gelang wie sie es sich vorgestellt hatten.

Einen weiteren Beitrag, mit Bildern gibt es auch hier!

Autonomes Jugendzentrum Miltenberg – Der Kampf geht Weiter!

Aktueller Zwischenstand:
Die Situation der Jugendlichen in Miltenberg hat sich immer noch nicht gebessert. Sie stehen noch immer ohne einen geeigneten Raum da und haben auch keinen in Aussicht.

Das einzige, von der Stadt kommende Angebot bezog sich auf einen Bauwagen, den die Gruppe vielleicht bekommen könnte, um ihn für sich zu nutzen. Natürlich nur als „Übergangslösung“.
Was zum Thema „Übergangslösung“ von der Stadt Miltenberg zu halten ist war am Beispiel JUI bereits zu sehen. Die damalige Jugendinitiative wurde auch nur als Übergangslösung in die Räume der alten Volksschule abgeschoben, und blieb in dieser, für einen Jugendraum total ungeeigneten Räumlichkeit ganze 25 Jahre, bis sie bekannterweise ende letzten Jahres geschlossen werden musste.
Und das auch ein Bauwagen als Jugendraum total ungeeignet ist, schon allein von der Nutzfläche, steht außer frage. Unser Ziel war ein offener, selbstverwalteter Jugendraum, für alle interessierten Jugendlichen aus Miltenberg und Umgebung, und nicht nur einen Rückzugsort der Autonome Gruppe Miltenberg.
Doch sollte der Stadtrat wirklich gewillt sein auf Grundlage dieses Vorschlages eine echte Lösung zu finden, so hätten wir bereits ein Konzept entwickelt. Wie dieses zu realisieren währe, werden wir auch vortragen. Dafür braucht es allerdings mehr als nur einen Bauwagen. Würde es beispielsweise um eine Wagenburg mit mehreren Bauwägen gehen, oder ausrangierten LKW-Aufliegern, währe in diese Richtung sicher etwas denkbar.

Des weiteren sind wir weiterhin dabei Öffentlichkeit, für unser Vorhaben, einen autonomen Jugendraum zu gründen, zu suchen. So gab es auch in den letzten Wochen immer mal wieder kleinere Aktionen, mit denen Passanten auf die Problematik aufmerksam gemacht werden sollten und die großteils positiv aufgenommen wurden, wie zum beispiel eine Aktion unter dem Motto „Sonnen für ein autonomes Zentrum“ (hier ein Lesenswerter Bericht dazu) Diese Aktionen werden auch weiterhin stattfinden, bis wir unser Ziel erreicht haben, wir wollen einen Autonomen Jugendraum. Und nun können wir auch endlich Flyer verteilen, um mit Inhalten für unsere Sache zu werben.

Leider läuft nicht alles so gut. Schon wurde die Repressionskeule ausgepackt: So wird gegen mindestens drei vermeintliche Teilnehmer der „Autonomen Grillparty“ am 28.02 ermittelt, „wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Versammlungsgesetz“, ihnen wird Vermummung vorgeworfen. Wir sehen dieses Ermittlungsverfahren als Einschüchterungsversuch und Komplett unangemessen, und möchten an dieser Stelle den Betroffenen unsere Solidarität ausdrücken.

„In Erwägung, daß da Häuser stehen
Während ihr uns ohne Bleibe laßt
Haben wir beschlossen, jetzt dort einzuziehen
Weil es uns in unsern Löchern nicht mehr paßt.“
— Bertold Brecht

Besetztes Haus in Erfurt Geräumt!

Heute wurde in den frühen Morgenstunden das seit 8 Jahren besetzte Haus in Erfurt geräumt!

Die Polizei, die mit mehreren Hundertschaften, Helikoptern und Wasserwerfern im Einsatz war, begann gegen 6 Uhr damit das Haus zu Räumen.

weitere Infos gibt es hier: http://linksunten.indymedia.org/de/node/4825

Die Internetseite der Kampagne „Hände weg vom besetzten haus Erfurt!“: http://haendeweg.blogsport.de/

Auf Youtube wurden zwei Videos der Räumung Veröffentlicht:
Teil 1:

Teil 2:

Wir möchten an dieser Stelle unsere Solidarität zu den Besetzern und den Betroffenen der Repression ausdrücken.

Sexismus, Homophobie und Rassismus die Plattform entziehen!

Am Freitag den 27.03.09 soll in Aschaffenburg der, unter anderem, durch sehr starken Sexismus auffalende Rapper „Frauenarzt“ auftreten,
die Linksjugend Aschaffenburg-Miltenberg sandte uns diese Pressemeldung zu:

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Stellungnahme

Am Wochenende wurde von uns eine Stellungnahme, als Antwort auf den Artikel im „Boten vom Untermain“ verfasst, und diese an die Zeitung gesendet. Darin gehen wir unter anderem auf unsere genauen Vorstellungen eines autonomen Jugendzentrums ein.

Diese kann nun auch hier nachgelesen werden:

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Autonome Grillparty in Miltenberg

Vergangenen Samstag fand in Miltenberg eine spontane Grillparty statt. Zirka 25 bis 30 großteils junge Leute kamen gegen 14 Uhr am Marktplatz zusammen und feierten dort in ausgelassener Stimmung. Dazu wurde am (im Winter abgedeckten) Brunnen ein Transparent angebracht, auf dem zu lesen war: „Unsere Straßen, unsere Plätze – Wir sind gekommen um zu bleiben“, dies war auch das Motto des Zusammentreffens.
Die Aktion sollte offensichtlich auf die schwierige Lage der Jugendlichen, die auf der Suche nach einem neuen Jugendraum sind aufmerksam machen.

Mit Musik, Tonnen-Feuer und Grillzeug besetzten die Jugendlich den Marktplatz, um den Brunnen herum. Dort nahm die Grillparty ihren Lauf und wurde von den vorbeikommenden Passanten/innen fast ausschließlich positiv aufgekommen. Viele dieser Menschen wurden in Gespräche verwickelt.

Nach gut einer halben Stunde lies sich dann das erste Mal eine Polizeistreife blicken, zog jedoch sofort wieder ab, die Anwesenden konnten unbeirrt ihre bunte Aktion weiterführen. Nach einer weiteren viertel Stunde waren sie mit Verstärkung zurück, in Seitenstraßen wurde offenbar ein größeres Aufgebot bereitgestellt, doch auch diesmal tat die Polizei nichts außer von ein paar, willkürlich ausgesuchten Personen, die Personalien aufzunehmen. Der vor dem Brunnen geparkte Polizeibus wurde in der Zwischenzeit mit Luftballons geschmückt und die Polizei zog sich nach ein paar Verhandlungen zurück, die Kundgebung konnte weitergehen. Es wurden mit der Aktion sichtlich viele Menschen erreicht, so das sogar einige Spenden gesammelt werden konnten.

Ganz ohne Zwischenfälle ging es dann leider doch nicht. Nach Ende der Aktion setzten sich die jungen Leute an den Engelsplatz, wo sie den Tag ausklingen lassen wollten, dort kam es dann zu einer grundlosen Festname, eines Jugendlichen, weil er mit zwei weiteren Personen einem im Schritttempo vorbei schleichendem Polizeifahrzeug hinterher gelaufen war. In der Fußgängerzone eskortierten die drei Jugendlichen den Streifenwagen als dieser plötzlich aus unersichtlichen Gründen eine Vollbremsung machte, so dass der Jugendliche, der sich unmittelbar hinter dem Fahrzeug befand damit zusammenstieß (dies war durch den Fahrer eindeutig provoziert worden). Daraufhin sprangen die Ordnungshüter sofort aus dem Wagen und nahmen den Jugendlichen fest. Die Beamten reagierten überhaupt nicht auf die Fragen von Umstehenden und nannten keine Gründe für diese Festnahme. Als Reaktion darauf gingen sofort alle noch Anwesenden zur Polizeiwache, um dort auf seine Freilassung zu warten. Als sie dort forderten, das der Festgenommene freigelassen werden soll erschienen drei Polizisten am Eingang, wobei einer der Beamten die Anwesenden mit einer Pfefferspray Flasche bedrohte, die er auch auf mehrmaliges bitten (auch von einem Kollegen) nicht wegsteckte. Nach kurzen Diskussionen befand sich der Festgenommene wieder auf freiem Fuß. Ihm drohen nun drei Anzeigen unter anderem Sachbeschädigung weil er mit dem Wagen kollidiert ist.
Im Anschluss dazu entschlossen sich die Teilnehmer der Aktion zu einer Spontandemo als Reaktion auf die Festnahme. Diese führte von der Polizeiwache zum Bahnhof, und verlief ohne Zwischenfälle. Als eine Streife die Sponti entdeckte war sie bereits dabei sich aufzulösen, spätere Versuche eine Sponti zu starten scheiterten dann leider.

Im großen Ganzen war es jedenfalls eine sehr gelungene Aktion!
Und das war sicher nicht die Letzte,
für ein Autonomes Jugendzentrum in Miltenberg!

In der darauffolgenden Nacht wurde offenbar ein leerstehendes Haus zum Schein besetzt und mit Transparenten verschönert. Personen befinden sich allerdings nicht im Gebäude, genaues ist unklar, die Transparente wurden offensichtlich inzwischen entfernt.

Ein weiterer lesenswerter Bericht zu dem Thema ist auf Kommunal.blogsport.de erschienen.

Nazi-Treff im Landkreis Miltenberg

Wie Indymedia berichtet existiert seit einiger Zeit in Elsenfeld (LK Miltenberg) die Kneipe „Dominatus Rockbar“. Diese dient scheinbar, der leider erstarkenden, örtlichen Naziszene (Miltenberg – Aschaffenburg) als Treffpunkt.
Sieht mensch sich die Webseite der Kneipe an, fällt auf, das offenbar versucht wird, diese nach außen unpolitisch zu halten (bei den Bildern sind diverse T-Shirt-Aufdrucke geschwärzt usw.). Ganz klappt dies allerdings nicht, auf den Fotos fallen Jacken-Aufschriften wie „Landser“ oder eine T-Shirt-Aufschrift „Stahlgewitter“, was beides bekannte Rechtsrockbands sind, auf.

zum Indymedia Bericht

Diesem treiben müssen wir ein Ende setzen!
Keinen Nazitreffpunkt in Elsenfeld oder anderswo!




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